Der Wanderweg King Charles III – so holprig wie die Wellen

15.07.2026 19:50 Queenborough, Stadtpark

Heute war ein Hafentag! Zum Einen, weil unsere Polster noch etwas Zeit zum Trocknen brauchen, zum Anderen, weil wir uns das Sheppey Island mit dem Rad ansehen wollten.

Aber erst mussten wir um 6:20 Uhr aufstehen, um unsere Stegnachbarn rauszulassen. Zurück am Steg sind wir zurück in die Salonkojen, dort schläft es sich auch ganz ausgezeichnet!

Beim Befüllen des Kühlschranks habe ich noch mehr Themse-Wasser an Bord gefunden, die untere Lage Wasser und Bier im Vorschiff wurde umspült. OK, war auch eine gute Gelegenheit dort Inventur zu machen und etwas zu wischen.

Mit dem Rad sind wir dann dem England Coast Footpath gefolgt. Erst endlos lange vorbei an riesigen Parkplätzen – jetzt wissen wir auch, warum die dicken RoRo Fähren in der Zufahrt zum Hafen liegen – bis nach Sheerness. Der Name dieses Seebades leitet sich vom besonders klaren Wasser ab, heute war davon nicht sooo viel zu sehen… . Dafür die Anleitung zum Muschel-Sammeln und viele bunte Standhütten hinter dem Kies-Strand.

21:00, The Rose Inn, WM-Party

Als Belohnung für den Anstieg zum höchsten Berg der Insel (76m) waren wir in der alten Abtei-Kirche shoppen: Ein Kerzchen für alle unsere Lieben, ein gehäkeltes Kreuz für das Seelenheil und zwei Techno-Fiction Bücher mit historischem Kern für die Unterhaltung. Und danach je einen Pott schwarzer Tee mit Super-Ausblick über die Insel. Im „The Highlander“  waren sonst die üblichen Billiard-Spieler, zwei Freundinnen zum Quatschen bei Diet-Coke und mindestens 4 wahrscheinlich Stammgäste, die dafür sorgen, dass die Theke nicht umfällt ;-).

Von der Terasse konnte man schon unser letztes Ziel sehen: die grosse Kings-Ferry  Brücke zum Festland. Schon beeindruckend, früher war die alte Brücke sogar zum Öffnen. Laut Seekarte jetzt nicht mehr, da frage ich mich, warum die neue Brücke so hoch sein musste.

1:0 für England, grosse Freude um mich herum!

Der Rückweg zwischen Meerenge und kleinem Creek war sehr romantisch. Leider war der Pfad nicht königlich, sondern bestand eher aus Schlaglöchern und sehr tiefen Spurrillen. Nach Regen wahrscheinlich der Traum jedes Cross- Motoradfahrers, für uns sehr anstrengend.  Aber irgendwann kommt man halt doch zum kalten Bier und Cider in der Hafenkneipe!

Unsere Plünnen sind fast trocken, die nächsten Törns geplant – jetzt kommt wieder Fußball. Obwohl jemand vor Ort die Englische Mannschaft eher für „Drama-Queens“ hält, weil sie immer so theatralisch hinfallen. Wir sitzen zwischen der Dorfjugend, seit dem Tor singen sie auch schon mal sehr nett, auch eine Art Kultur…[T]

Nachtrag: 1:1 und dann sogar 2:1 für Argentinien – wir gehen jetzt zum Schiff, es singt auch niemand mehr…

Dem Bericht vom Tage bleibt nicht mehr viel hinzuzufügen. Ausser vielleicht noch ein paar Bilder. [M]

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