Gegen die Uhr
04.07.2026, 22:40, Roompot Marina
Das Rennen gegen die Uhr bestimmte bereits den Start in unseren diesjährigen Segelurlaub. Geplant war Abfahrt um 08:00 Uhr. Aber wer hätte es gedacht? Haben wir (natürlich) nicht geschafft. Wie auch? Es war ja kein Zug oder Flug zu erreichen, die ohne uns los wären. Der treue Passat wartete geduldig in seiner Box, bis wir ihn vollbeladen dort gegen 09:20 Uhr rausbuchsiert haben. Endlich geht es los! Naja, fast. So ganz ohne letzte Einkäufe und die letzten Ritzen mit Lebensmitteln (Kekse und Schokolade sind doch Lebensmittel?) vollzupropfen, macht die Fahrt zum Boot ja keinen Sinn!
Im Hafen angekommen haben wir zufällig noch Bekannte vom Boot gegenüber getroffen, die mit dem Auto von Texel kommend auf dem Heimweg ins Ruhrgebiet waren.
Gegen 15:20 Uhr legten wir dann aber ab, nur, um nach einer halben Seemeile Fahrt wieder in der Mandersluis festzumachen. Es ging aber recht fix weiter. Unter Motor. Den ganzen Tag über hatten wir den Wind aus westlichen Richtungen gegen uns! Zum Aufkreuzen hatten wir keine Zeit und keine Lust.






Nach 2 Std Fahrt ging es dann direkt mit ein bisschen Glück in die Krammerschleuse, durch die wir dann recht schnell durch kamen. Tor hinter uns zu. Salzwasser rein. Tor vor uns auf! Auf dem Rückweg wird’s länger dauern, da dann aufwändig Salzwasser gegen Süßwasser ausgetauscht wird.
Kaum aus der Schleuse raus, der Blick zur Uhr: 17:55 Uhr. Die Zeelandbrücke öffnet immer 5 min vor der ganzen Stunde. Für ca 5 bis 10 min. Knappe 10 nm bis dahin. Noch Strom gegen uns. Um 19:15 Uhr soll erst Hochwasser sein. Also bis dahin: weiter mit dem Strom gegen uns. Das bremst. 10 nm? Da müssen wir 5 kn im Schnitt fahren, um die Brückenöffnung um 19:55 Uhr zu bekommen … Ab und an habe ich dann die noch verbleibende Strecke und Zeit gegeneinander mit unserer aktuellen Geschwingigkeit verrechnet. Könnte klappen. Als Gas! (wie mein hessischer Fahrlehrer beim Bund zu sagen pflegte).
Und so kamen wir pünktlich 19:55 Uhr an der Zeelandbrücke an! Und auch hier direkt durch ohne langes rummüllern. Ich konnte am Ende sogar noch etwas Gas wegnehmen. Wohl weil der Strom die letzten Meter mit uns war.
Die letzten 4 nm nach der Brücke dann ohne großen Stress den Tonnen entlang. Der tolle Abendhimmel ließ uns kurz noch mal auf die Regenradar App schauen, ob wir nass werden würden. Aber alles ging gut und nach gut deutschem Standardessen gehen wir nun satt und müde in unsere Kojen. [M]
Schönen Urlaub!!!
Dankeeee